Hilfe für Frauen

Text von der Seite ANNA – MUSIKPROJEKT GEGEN MENSCHENHANDEL

Wir hoffen ihr seid bei guter Gesundheit und bleibt es auch weiterhin. Bitte nehmt weiter aufeinander Rücksicht und passt auf euch und eure MItmenschen auf.
In der jetzigen Situation ist es für uns natürlich nicht möglich, auf Veranstaltungen das Musikprojekt Anna vorzustellen um über die Loverboy Masche aufzuklären. Das ist natürlich absolut verständlich. Nichts ist wichtiger als die Gesundheit.
Trotzdem bleibt das Thema immer noch präsent. Trotz Corona, trotz Regeln und Kontaktbegrenzungen.
Das Geschäft mit der Prostitution geht aber weiter. Kein Verbot wird das verhindern. Der Unterschied wird sein, dass es jetzt wieder mehr in unkontrollierte Bereiche abwandert. Auf den Straßenstrich und in Wohnungen.
Wir möchten auch nicht von Sexarbeit reden, sondern davon, dass weiter junge Mädchen und Frauen in Abhängigkeiten stecken und dann sexuell missbraucht und vergewaltigt werden.
Wir wissen, dass ihr im Moment andere Sorgen und auch Ängste habt. Geht uns da nicht anders. Wir bitten euch nur auch weiterhin die Themen und Menschen nicht zu vergessen um die es derzeit nicht jeden Tag in den Medien geht.
Erschreckend ist auch der Anstieg der häuslichen Gewalt. Die Anrufe beim Hilfetelefon, das Frauen gegen Gewalt berät, sind bereits um mehr als 20 Prozent gestiegen. Wenn es um häusliche Gewalt geht, haben die Coronakrise und Weihnachten etwas gemeinsam: Sobald Familien auf engstem Raum tagelang zusammensitzen, kommt es häufiger zu Streit – und auch zu Gewaltausbrüchen. Experten befürchten aber, dass die Zunahme erst deutlich später kommen könnte, wenn Frauen überhaupt wieder Zugang zu Hilfe finden, möglicherweise erst, nachdem die Pandemie vorbei ist.
Deshalb bitten auch wir euch wachsam zu sein. Wachsam und auch solidarisch.
Zum Beispiel kann man einen Ausdruck Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen im Hausflur aufhängen oder sich selbst bei einem Frauennotruf melden, wenn sie Gewalt in einer Nachbarwohnung befürchten.

Das Hilfetelefon erreichen ihr unter:
08000 116 016.
Onlineberatung unter
www.hilfetelefon.de.

Dort gibt es auch Materialien in mehreren Sprachen.
Beratungsstellen Gewalt gegen Frauen und Mädchen: https://www.frauen-gegen-gewalt.de/de/

Die frauenberatungsstelle düsseldorf e.V. hat in Absprache mit den beiden Frauenhäusern das Unterstützungsangebot angepasst und ausgeweitet. Die telefonischen Beratungszeiten sind täglich (auch an Wochenenden und Feiertagen) von 10 bis 22 Uhr.
Unter 0211-686854 ist eine Fachberaterin zu erreichen.
Hier kann zusätzlich für den Akutfall eine Unterbringung der betroffenen Frauen und ihrer Kinder ermöglicht werden.

Es war uns ein Anliegen euch diese Nachricht zu schreiben. Bitte passt auf. Ihr dürft den Aufruf natürlich auch gerne teilen und die Nummern vom Hilfetelefon verbreiten.
Bleibt Gesund.